Freiheit und Selbstbestimmung

8. August 2021


Wir haben viel Potential!

Freiheit und Selbstbestimmung - in Deutschland selbstverständlich?

Früher war ich sehr brav

Zugegeben: Ich war ein recht folgsames Kind. Ich habe (fast) alles gemacht, was meine Mutti wollte und fand auch alles richtig, was sie sagte. Bis ich 18 war, bin ich abends um 21 Uhr zuhause gewesen und durfte auch nicht mit meinen Freunden in Urlaub fahren.
Mein Mann (er war genauso ein dominanter Typ wie meine Mutter) wusste genau, wie er die mir einprogrammierten Hebel bedienen musste, um mich zu dem zu bringen, was er wollte. Natürlich habe ich ihm viele Abenteuer zu verdanken, die ich ohne ihn nicht erlebt hätte: Motorrad fahren, snowboarding, fliegen, leben in der Schweiz und in Florida - diese Ideen waren alle auf seinem Mist gewachsen. 
Meine eigenen Träume und Bedürfnisse kannte ich gar nicht und konnte sie auch nicht formulieren. 

So geht es heute vielen

Vielleicht erraten Sie schon, warum ich Ihnen diesen Einblick in meine Jugend gegeben habe: für mich spiegelt er die politische Einstellung vieler Deutscher wieder:
Wir sind immer schön brav und machen alles, was Mutti uns sagt.
Wir dürfen stolz sein auf einige Errungenschaften dieses unseres Landes - aber nur, wenn sie zur allgemein akzeptierten Auffassung passen.
Anscheinend ist uns in den letzten Jahrzehnten abgewöhnt worden, die Dinge zu hinterfragen, Missstände zu kritisieren und über unsere Bedürfnisse nachzudenken - geschweige denn, sie einzufordern.
Bewusst wurde mir das, als ich das Buch "Nudge" von Richard H. Thaler gelesen habe. Es geht darin um die Wissenschaft, wie man Menschen dazu bringen kann, sich so zu verhalten, wie man das will - ohne dass sie sich dessen bewusst werden. Einfach, indem man die natürliche Faulheit der Menschen ausnutzt.
Die menschen sind zu faul, um sich einen Organspender-Ausweis zuzulegen? Dann verändern wir einfach die Gesetzeslage und schon ist jeder ein Organspender,  der nicht widerspricht...

Erwachen zu Freiheit und Selbstbestimmung

Nachdem ich mich 1996 endlich getraut hatte, meinen Mann zu verlassen (obwohl er es mir verboten hatte), begann für mich ein neues Leben. Mir wurde bewusst, wie viel es außerhalb meiner gewohnten Welt gab, über das ich noch nie nachgedacht hatte. Und je mehr ich davon ausprobierte, desto mehr erkannte ich: manches davon tut mir sehr, sehr gut!
Daraufhin beschloss ich: ich möchte jeden Tag mindestens einmal raus aus meiner Komfortzone! Und so durchlief ich in den letzten 25 Jahren einen rasanten Entwicklungsprozess, den ich nie bereut habe.

Wie werden wir zu mündigen Bürgern?

Ich bin überzeugt: wenn wir Bürger uns bewusst machen, dass jenseits der eingetretenen politischen Pfade viele großartige Möglichkeiten liegen, und wenn wir uns auf das Abenteuer einlassen, unsere Wünsche und Bedürfnisse einzufordern, dann können wir eine Menge erreichen
Wir dürfen nur nicht darauf warten, dass uns politische Mitbestimmung geschenkt wird. Wenn wir sie nicht vehement einfordern, wird sich nie etwas ändern. Jedenfalls nicht zum Positiven.
Sind wir bereit, uns aus unserer Komfortzone herauszuwagen, uns politisch zu engagieren und direkte Demokratie einzufordern?
Also, ich bin es. Deshalb habe ich mich weit aus meiner Komfortzone heraus begeben und kandidiere jetzt für den Bundestag.
Was ist mit Ihnen? Unterstützen Sie mich dabei?

Freiheit und Selbstbestimmung sind hehre Ziele, für es sich einzusetzen lohnt!
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